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Ein letzter Gruß

Eigentlich wollte ich diesen Post ganz anders anteasern. Beginnen mit den ersten kindlichen Erfahrungen mit Linolschnitt in der Schule, die einem zahlreiche Schnitzer in den Fingern beschert haben. Übergehen zu neuen Begegnungen bei zahlreichen Messen und kreativen Ergüssen im Internet, um dann schließlich selbst zum Hohleisen zu greifen.
Es sollte ein Rückblick werden. Eine kleine Geschichte. Alles war schon vorbereitet. Das Motiv gewählt, die Fotos gemacht, die Anleitung geschrieben…

Und dann laß ich gestern, dass Leonard Nimoy verstorben ist… und schon kam mir meine kleine Geschichte ganz furchtbar trivial vor. Denn ich bekenne mich feierlich: Ich bin ein Trekkie. Aufgewachsen mit Kirk und Spock auf abendlichen Sofa-Sessions bei meinen Großeltern. Tagsüber mit Freunden neue Welten endteckt, auf denen noch nie ein Mensch zuvor gewesen ist. Mit einem Trikorder aus Legosteinen. In Hommage an diese alten Zeiten habe ich mit dem Freund gerade erst alle alten Star Trek Filme angesehen. Entsprechend muss ich diese Anleitung diesem großen und einzigartigen Schauspieler widmen.  Eine kleine Hommage an große Filme, vielen Dank dafür! Ein letztes Mal: Live long and prosper!

Material: Gummi- oder Linolplatte, Farbe, Bilderrahmen aus Holz (IKEA), Pappkarton in schwarz/blau/weiß, Kleber
Werkzeug:Linolschnittwerkzeug (Geißfuß mit v-förmiger Klinge für die Kanten und Hohleisen mit u-förmiger Klinge für die Flächen), Bleistift, Drucker, Tesafilm, Farbwalze/Pinsel

 1. Vorlage mit scharfen Konturen aus dem Internet suchen oder selbst zeichnen. Gerade für den Anfang sind geometrische Formen und größflächige Motive einfacher. Vorlage in der passenden Größe ausdrucken.

2. Um das Motiv auf die Gummiplatte zu übertragen gibt es verschiedene Wege. Am einfachsten ist es mit Graphitpapier (z. B. aus Quittungsblog). Einfach drauflegen und die Konturen nachfahren. Ein anderer Weg: Motiv gegen die Fensterscheibe halten und auf der linken Seite das durchscheinende Motiv abzeichnen. Die linke Seite der Vorlage mit Tesafilm auf der Gummiplatte festkleben (Abb. 1) und die Konturen erneut mit den Bleistift nachfahren. (Abb. 2)

3. Beim Schneiden darauf achten vom Körper wegzuschneiden! Mit dem schmalen Geißfuß zunächst rechts und links neben den Linien schneiden, sodass sie als Grate stehen bleiben. Mit dem Hohleisen dann den Hintergrund von den Linien zu den Flächen hin wegnehmen. Bei einer Linolplatte reicht eine tiefe von 1mm völlig aus. Bei meinem ersten Versuch ist es durchaus etwas tiefer geworden. (Abb. 3)

4. Gummiplatte auf blauen Pappkarton legen und rundherum mit dem Bleistift abzeichnen. Ausschneiden.

5. Farbauftrag mit einer Linolwalze: Etwas Acrylfarbe auf eine Glasplatte oder andere ebene Fläche geben, die leicht zu reinigen ist, und mit einer Farbwalze verteilen. Mit der Walze Farbe auf die Platte auftragen.
Farbauftrag mit dem Pinsel: Verdünnt die eure Acrylfarbe mit etwas Wasser, damit sie nicht so schnell auftrocknet. Mit einem relativ dünnem Pinsel die Farbe auf den Graten und Flächen verteilen (Abb. 4).
Tipp: Nehmt nicht zuviel Farbe, sondern tastet euch allmählich an die richtige Menge ran. Zuviel Farbe könnte das Druckergebnis verfälschen. Sollte Farbe auf den Hintergrund geraten, mit einem Kuhtipp entfernen.

6.  Das Papier vorsichtig auf die Platte legen und mit der Hand darüber reiben oder mit einer sauberen Walze rollen. Achtung: Das Papier darf nicht verrutschen! Trocknen lassen. (Abb. 5)

7. Scheibe des Bilderrahmens reinigen, ein passendes Stück weißen Pappkarton als Hintergrund ausschneiden, abmessen und alle Quadrate aufkleben (Abb. 6)

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